Es war eine lange Reise (die eh noch weitergeht, denn die Reise der Selbsterkenntnis endet nie), aber jeder Moment der Selbsterkenntnisarbeit der letzten 18 Jahre hat sich gelohnt. Ich empfinde seit Monaten nichts als Dankbarkeit. Besonders, dass ich die wunderbare, befreiende Kraft des Atmens entdeckt habe. Ich glaube, Atmen ist das Bindeglied zu unserer Seele!
Ich bin mir selbst dankbar, dass ich meinen Weg eingeschlagen habe, dass ich so viel gelernt, gelesen und meditiert habe, dass ich mir oft erlaubt habe, blockierte Gefühle tief zu erleben, Balancen zuzulassen, mein inneres Kind zu heilen und wiedergeboren zu werden. Ich habe geatmet und atme endlich frei! Ich liebe, wer ich bin, und ich bin stolz darauf. Ich liebe, was ich tue, und ich bin all jenen dankbar, die zu mir kommen, mir zuhören, mit mir Yoga machen, an sich arbeiten, weinen und lachen. Ich bin all meinen Kursteilnehmerinnen dankbar, denn durch sie entwickle ich mich weiter und erlebe durch sie das Wunder, anderen den Weg zeigen zu können.
Denn das ist meine Aufgabe. Es war einfach schwer und beängstigend, sie anzunehmen. Ich habe mich nie getraut, anders zu sein, mich von der Masse abzuheben. Ich hatte Angst vor Ablehnung, vor Kritik. Ich hatte Angst, nicht gut genug zu sein. Aber jetzt weiß ich, dass ich einfach gut bin, genauso, wie ich jetzt bin! Und es ist unglaublich befreiend, wenn man es wagt, seine Gefühle, seine Gedanken zu akzeptieren, auch wenn sie anders sind als sonst!
Meine Schwester war meine große Lehrerin, die mir selbst in ihren letzten Wochen einen wunderbaren Weg gezeigt hat. Durch sie habe ich gespürt, wie es ist, wenn tiefster Schmerz, Verlust, sich in Liebe verwandelt! Welche Kraft darin steckt! Ich durfte dadurch die Energie von Mutter Teresa erfahren. Und das war der Moment, in dem ich mich bewusst gezeigt habe. Ich bin dazu gestanden, dass Trauer anders sein kann! Es ist eine kleine Sache, aber es ist ein großer Schritt und eine große Erkenntnis auf meinem Weg der Selbstakzeptanz!
Ich ernähre mich anders als die meisten Menschen.
Ich sehe die Welt anders als die meisten Menschen.
Ich gehe mit Krankheiten, Traumas und schwierigen Lebenssituationen anders um, als die meisten Menschen.
Und ich spüre mich selbst und auch andere, was mich oft selbst überrascht!
Bewusst leben bedeutet nicht, blind zu leben. Du bist dir deiner Fähigkeiten und deiner Schattenseiten bewusst. Du erlebst jeden Moment in dir selbst. Die Außenwelt ist ein Spiegel, aber du weißt, dass was wirklich wichtig ist, ist was in dir vorgeht. Du hast keine Angst vor Gefühlen, du unterdrückst sie nicht und rennst nicht vor ihnen davon. Du versinkst nicht im bequemen Luxus deiner Komfortzone und deines Egos. Du nimmst deinen Widerstand wahr, du überschreitest bewusst die Schwelle deiner Komfortzone...
Und ja, ich möchte dich inspirieren, dass es tatsächlich möglich ist, anders zu leben!